Die erste veröffentlichte PDF/X Norm war PDF/X-1:1999, die als amerikanische Norm im Oktober 1999 von ANSI verabschiedet wurde (ANSI/CGATS.12). Sie wurde für den blinden Datenaustausch entwickelt und, wie PDF/X-1a beschränkte sich PDF/X1:1999 auf CMYK und Schmuckfarbdaten.
Die Entwickler der PDF/X-1 (ohne a) Normen wurden damals davon überzeugt, dass es einen Mechanismus geben sollte, ältere Datenformate, wie DCS und TIFF/IT in einen PDF/X Workflow zu integrieren. Die Norm bietet daher eine Art von “internem OPI” Mechanismus, mit dem solche Dateien in die PDF Dateien eingebettet werden können.
Anbieter brachten sehr wenige PDF/X-1:1999 Implementierungen heraus. Die einzig bekannte komplette Leseapplikation ist der Harlequin RIP. Diese Norm sollte jetzt als überholt angesehen werden und nicht mehr in Produktions-Workflows benutzt werden. Selbst gegenwärtige Versionen des Harlequin RIPs unterstützen sie nicht mehr.
PDF/X-1:1999 beruhte auf PDF Version 1.2. Als der ursprüngliche PDF/X vom amerikanischen nationalen Standardinstitut an die International Standards Organisation (ISO) übertragen wurde, wurde eine neue Version auf der Grundlage von PDF 1.3 entwickelt. Diese wurde als PDF/X-1:2001 im April 2001 (ISO 15930-1:2001) veröffentlicht. Wie man sehen kann, folgte PDF/X-1 dem gleichen Weg wie TIFF/IT, der zuerst als amerikanischer Standard herauskam und dann weiter entwickelt und als internationale Norm veröffentlicht wurde.
ISO 15930-1:2001 definiert zwei Spezifikationen oder Konformitätsebenen, PDF/X-1:2001 und PDF/X-1a:2001. PDF/X-1:2001 (ohne a) behielt den “internen OPI” Mechanismus, der zuerst in PDF/X-1:1999 definiert wurde. Der Unterschied zu PDF/X-1a:2001 ist, das letzterer ausschließlich auf PDF Objekten beruht und nicht eingebettete DCS, TIFF/IT, usw. Dateien erlaubt.
Während PDF/X-1a:2001 weitgehend angewandt wird, gibt es keine bekannten Implementierungen von PDF/X-1:2001. Herstellern wird stark empfohlen, diese Konformitätsebene nicht zu implementieren.
|
|