Die PDF/X-1a Norm betrifft einen blinden Datenaustausch, bei dem alle Daten in CMYK (und/oder Schmuckfarben) ohne RGB oder Device Independent (farbgemanagte) Daten angeliefert werden sollen.
Das ist eine allgemeine Anforderung in vielen Teilen der Welt und in vielen Drucksektoren. Es steht oft mit einer Umgebung in Verbindung, in der der Datenlieferant maximale Kontrolle über den Druckauftrag behalten möchte. Es ist z.B. sehr schwierig, Daten als RGB oder Lab zu übermitteln und dennoch eigene Überfüllungsanweisungen einzuschließen. Oder PDF/X-1a wird von vielen Druckereien und Verlegern verlangt, die schlechte Erfahrungen mit farbgemanagten Daten gemacht haben, die zu unterschiedlichen und unakzeptablen Druckergebnissen führten. Mit den gegenwärtig weit verbreiteten Tools scheint es leichter zu sein, beständig annehmbare Farbreproduktion zu erreichen, wenn die Dateien in CMYK angeliefert werden.
Vorkonvertierung zu CMYK ist am einfachsten, wenn ein eindeutig definierter CMYK Farbraum da ist, in den konvertiert werden kann. Vergessen Sie nicht, dass ein Satz von CMYK Werten keine besondere Farbeinheit festlegt, bevor Sie definieren, an welchem Gerät es ausgedruckt wird. Die gleichen CMYK Werte, gedruckt im Tiefdruck, Flexo, oder Offset oder auf einem Laser- oder Inkjet Drucker werden sehr unterschiedlich aussehen. Für eine ausgezeichnete Diskussion hierüber, gehen Sie zu http://na.ilcolor.com/html/toast.htm.
Auf dem US Zeitschriftenmarkt versuchen die meisten Druckereien auf die SWOP Spezifikationen zu standardisieren und der europäische Zeitungsmarkt bewegt sich auf IFRA26 zu. Eine Anzeige in SWOP oder IFRA26 wird daher in den meisten Zeitschriften oder Zeitungen in den entsprechenden Gebieten in den erwarteten Farben erscheinen. Spezifikationen wie SWOP oder IFRA26 werden als Print-Charakterisierungsdaten bezeichnet.
Andere Sektoren des Druckmarktes sind schwieriger zu kategorisieren. Viele Akzidenzdruckereien behaupten, einen größeren Farbraum oder bessere Kontraste drucken zu können, als ihre örtlichen Mitbewerber. Eine weite Auswahl von Druckpapieren in verschiedenen Farben, Texturen und Strichen trägt zu den unterschiedlichen Ergebnissen bei, die man aus den gleichen CMYK Werten erhält.
Verschiedene Gruppen, wie GRACoL, CGATS SC3, FOGRA, ECI und Printing Across Borders arbeiten an Charakterisierungen und entsprechenden ICC Profilen für Akzidenzdrucke, aber diese werden noch nicht universell angewandt, besonders nicht außerhalb des europäischen Kontinents. Es ist daher immer noch etwas schwierig, vielen Akzidenzdruckern eine CMYK Datei zu übersenden und zu erwarten, dass der endgültige Druck an der Maschine genau dem Proof entspricht, ohne dass vorher Voreinstellungen für die Druckvorstufe festgelegt wurden. Wenn derartige Gespräche nicht stattfinden, wird es jetzt häufiger, dass Designer zu einer “generischen CMYK” Form separieren, oft entweder SWOP oder die Standardeinstellungen in Adobe Photoshop. Sie müssen dann einfach hoffen, dass das Druckergebnis nahe genug am Proof ist, oder dass der Drucker ihnen einen Proof gibt, der dem Druckergebnis an der Druckmaschine entspricht (siehe “Welche Print-Charakterisierung sollte ich in der Dateien-Etikettierung nennen?).
Das Erscheinen des kontaktlosen Digitaldrucks, entweder Inkjet oder Laser-Technologie, macht es ebenfalls schwierig, CMYK Dateien zu senden, ohne genau zu wissen, auf welcher Maschine gedruckt wird, da die Maschinen verschiedener Hersteller die gleichen CMYK Daten als sehr unterschiedliche Farben drucken. CGATS untersucht die Möglichkeit einer standardisierten Charakterisierung auch auf diesem Gebiet (CGATS SC6 TF2). Das Problem aus der anderen Richtung angehend, können viele Digital Frontends von Digitaldruckmaschinen hereinkommende CMYK Daten farbmanagen und Drucke produzieren, die nahe genug an z.B. SWOP Maschinen herankommen.
Die erste PDF/X-1a Norm, die genauer als PDF/X-1a:2001 bezeichnet wird, wurde als ISO Standard 15930-1:2001 veröffentlicht. Sehen Sie “Wo kann ich weitere Informationen erhalten?” und für neue Revisionen “2003 Revisionen” und “Sollte ich anfangen, die 2003 Revisionen anzuwenden?”
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