TIFF/IT wird schon seit einiger Zeit als das unfehlbare Datenliefersystem angepriesen, aber die Ergebnisse, zumindest die einer großen Druckvorstufenfirma, zeigen, dass PDF/X und TIFF/IT-P1 sehr ähnliche Fehlerquoten haben, die bei beiden jedoch erheblich besser sind als generische PDF Dateien.
PDF/X hat eine Reihe von Vorteilen gegenüber TIFF/IT-P1, wie:
- Bessere Kompression, einschließlich ZIP und JPEG für CTs, was wesentlich kleinere Dateien ergibt.
- Mechanismen für die Markierung von Beschnitt- und Anschnittbereichen, die automatische Plazierung beim Erstellen oder Ausschießen von Seiten ermöglichen (zumindest theoretisch).
- Unterstützung von Schmuckfarben.
- Ein kostenloser und häufig benutzter Fileviewer.
- Ein Mechanismus zur Identifizierung der Druckvorgabe, für die die Datei angelegt wurde (z.B. SWOP oder ISO gestrichen).
- Eine Flagge zum Anzeigen, ob die Datei bereits getrappt (überfüllt) ist.
- Die Möglichkeit, kleine Korrekturen in letzter Minute auszuführen, wenn das absolut nötig ist (ohne so einfach zu sein, dass Änderungen aus Versehen gemacht werden können).
- Allgemein billigere Programme mit weiter Verbreitung.
Eine neue Aktualisierung von TIFF/IT wurde im Jahr 2004 veröffentlicht, einschließlich einer neuen Konformationsebene (Conformance Level) - TIFF/IT-P2. Obwohl dadurch mehrere der oben genannten Probleme beseitigt werden, müssen, um sie nutzen zu können, bestehende TIFF/IT-P1 Tools ersetzt oder aktualisiert werden. Wenn man dafür das Format wechseln muss, weshalb geht man dann nicht gleich einen Schritt weiter und stellt auf PDF/X um?
Wenn CT/LW Daten in eine PDF oder PDF/X Datei übertragen werden, führt das leider dazu, dass das RIPen und Trapping dieser Datei extrem langsam ist und es zu Bildstörungen kommen kann, wenn die Datei in der falschen Auflösung ausgegeben wird. Damit ist es schwierig, Dateien von TIFF/IT auf PDF/X zu konvertieren. Solche Dateien werden manchmal als “Raster/Raster” Dateien, im Gegensatz zu “Raster/Vector” Dateien aus anderen Workflows bezeichnet. Das neuste Positionspapier der DDAP empfiehlt daher, dass Anzeigen, die mit Werkzeugen hergestellt wurden, die CT/LW Formate schaffen, wenn möglich als TIFF/IT-P1 Dateien versandt werden sollten, anstelle sie zu PDF/X zu konvertieren. Wo eine Datei nicht als CT/LW beginnt, wird jedoch PDF/X empfohlen.
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